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Aktuelle Termine des Regionalbüros Lausitz

 

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5. April 2017

Rechtsextremismus und die Sorben. Gab es sorbsiche Nazis? Kann es heute wendische Neonazis geben?

19.00 Uhr, Tenglers Buchhandlung, Markt 11, 01968 Senftenberg

Vortrag und Diskussion mit Dirk Wilking (Ethnologe, Leiter des Brandenburgischen Instituts für Gemeinwesenberatung, Demokratie und Integration DEMOS e.V.) und Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann (Philosoph, RLS)

in der Reihe "Reden über Politik, Kunst und Philosophie" und in Kooperation mit der Domowina Ortsgruppe Senftenberg/Zły Komorow

 

Rassismus und Rechtsextremismus sind in Brandenburg nicht neu. Doch, so schreibt der Geschäftsführer des Brandenburgischen Instituts für Gemeinwesenberatung (Demos) DIRK WILKING im Vorwort der jüngsten Publikation dieses Instituts, Migrations- und Integrationspolitik seien zum Kristallisationskern eines tiefen gesellschaftlichen Konfliktes geworden.

"In unterschiedlichem Verhältnis mischen sich auf Seiten der Gegner der Flüchtlingspolitik besorgte Bürger, Rechtspopulisten und Rechtsextreme. Letztere sehen ihre Stunde gekommen und versuchen, Irritationen, offene Fragen und lokale Probleme im Zusammenhang mit Flüchtlingsunterkünften für ihre rassistischen Strategien zu instrumentalisieren. Man muss genau hinschauen, um hier unterscheiden zu können zwischen denjenigen, die prinzipiell an gütlichen Problemlösungen interessiert sind und jenen, die unabhängig von konkreten aktuellen Anlässen schon immer die 'Reinheit des deutschen Volkes' bedroht sehen. Erneut bewährt sich in dieser Situation die Kenntnis der regionalen rechtsextremen Szenen und ihrer Repräsentanten.“ (Dirk Wilking/Michael Kohlstruck [Hrsg.]: Demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung. Einblicke V. Potsdam 2016)

Was aber hat das mit den Sorben/Wenden zu tun? Dirk Wilking hat Zusammenhänge untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Sorben/Wenden zwar immer wieder vor allem Zielscheibe und Opfer des Rechtsextremismus werden, dass jedoch auch rechtsextremistische Einstellungen selbst unter sorbischen/wendischen Jugendlichen festzustellen sind.

Die Ergebnisse seiner Untersuchungen und seine Thesen werden kontrovers diskutiert. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg lädt herzlich ein, darüber öffentlich zu reden.

Alle Interessenten sind zu dieser gemeinsamen Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg und der Domowina-Ortsgruppe Senftenberg/Zły Komorow herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet in Tenglers Buchhandlung am Markt 11 in 01968 Senftenberg statt. Der Eintritt ist frei.

Einladung als PDF-Datei ...

 

 

26. März 2017

Einladung zur Auftaktveranstaltung einer neuen Reihe zu "Kulturorten der DDR im Wandel" in Kooperation von Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg

11.00 Uhr, neue Bühne, Theaterpassage 1, 01968 Senftenberg

Die Kulturpolitische Gesellschaft (Regionalgruppe Berlin/Brandenburg) und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg laden herzlich ein zur Auftaktveranstaltung einer neuen Reihe, die sich mit Kulturorten der DDR im Wandel beschäftigen wird: 

TRANSFORMATIONEN - KUNST UND KULTUR ALS PROZESS

Sonntag, 26. März 2017, 11 Uhr, neue Bühne Senftenberg

Wandlungsprozesse in Kultureinrichtungen der DDR und Veränderungen der Produktion und Rezeption von Kunst werden in der Reihe Thema im Gespräch mit Kulturschaffenden von damals und heute und vor allem im Gespräch mit dem Publikum, das sich erinnern oder Neues über die Region erfahren kann. Kreiskulturhäuser, Theater, Galerien und andere Orte des kulturellen Schaffens und Lebens sind Gegenstand der "Kulturellen Reise" durch Zeit und Raum in Brandenburg.

Erste Station ist das Theater in Senftenberg, 1946 unter dem maßgeblichen Einfluss des sowjetischen Stadtkommandanten Soldatow als Stadttheater gegründet, später Theater der Bergarbeiter, legendär die Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin, nach der „Wende“ neue Bühne Senftenberg, 2005 Theater des Jahres, Besucherrekord in der Spielzeit 2015/2016.

Wir erinnern uns, forschen nach und sprechen über "Transformationen – Kunst und Kultur als Prozess“ – gemeinsam mit dem Kulturwissenschaftler Dietrich Mühlberg, dem Intendanten der neuen Bühne Manuel Soubeyrand und Hans-Peter Rößiger als Kurator der Ausstellung zu 70 Jahren Theater Senftenberg und vor allem mit dem Publikum. Die Moderation hat Andreas Montag (Ressortleiter Kultur der Mitteldeutschen Zeitung) übernommen.

Vor der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, sich die von Hans-Peter Rößiger kuratierte Ausstellung zu 70 Jahren Theater in Senftenberg anzusehen.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Vom Bahnhof Senftenberg zum Theater neue Bühne (Theaterpassage 1/Rathenaustr. 6-8, 01968 Senftenberg) sind es zu Fuß 5 bis 7 Minuten.

Weitere Informationen können der Einladung entnommen werden.